Publikationen

 Christian Wagner

Bücher:
 
Gerhard Schepper: Hundert Tage Eisner. Ein Stück über die Revolution von 1918/19. Gerhard Schepper Verlag, Münster, 2004, ISBN 3-9809542-0-X, € 14,40


„Die dümmste und unehrlichste Methode, Geschichte zu schreiben ist die, das Bestehende zu rechtfertigen“, schrieb Kurt Eisner. Was er mit Blick auf das Deutsche Reich feststellte, gilt gewiß auch für die Revolutionsjahre 1918/19. Noch immer wird diese Zeit der Erhebung der Massen von Politik und offizieller Geschichtsschreibung verkannt. Zu unrecht, denn sie brachte nicht nur eine Beendigung des Ersten Weltkrieges, sondern auch das Frauenwahlrecht, den Achtstundentag und den Abschied vom monarchistischen Geist. Und die Revolution war durch und durch gutmütig, hierin vielleicht sogar einzigartig in der Weltgeschichte. Ihr Scheitern öffnete den Nationalsozialisten die Tür.

Verkannt wird auch einer der wenigen revolutionären Realpolitiker der damaligen Zeit, Kurt Eisner, der erste Ministerpräsident Bayerns. Dabei hat seine Idee, die Menschen durch einen Dualismus von Räten und Parlamenten unmittelbar an der Demokratie zu beteiligen - partizipatorische Demokratie würde man heute sagen - seine ethische Begründung für eine friedliche und soziale Entwicklung und seine Liebe zu den Menschen Vorbildcharakter bis auf den heutigen Tag.

Das Theaterstück ist historisch gut fundiert. Alle wesentlichen
Aussagen der handelnden Personen sind authentisch. Es ist somit auch ein geschichtliches Lehrstück.
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Gerhard F. Schepper: Hof Thomsteeg - Eine sehr deutsche Geschichte, Erzählung
Edition Bauernstimme, AbL Bauernblatt Verlags-GmbH, 1999
ISBN 3-930 413-17-5

Schon als Kind hat Arne Thomsteeg erlebt, wie mit Menschen umgegangen wird, die sich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen. Seinem Vater, der das Vorgehen der Nazis im Dorf mißbilligt und Juden unterstützt, wird der Hof angezündet.

Arne Thomsteeg will sich aus dem Streit der Welt halten und konzentriert sich auf seine Familie und seinen Hof, der zu stattlicher Größe aufblüht. Doch aufgrund der europäischen Agrarpolitik wird er wieder hineingezogen in die Streitigkeiten. Durch bürokratische Verfügungen und eine unheilvolle Allianz von Beratung, Bank und Genossenschaft kommt er zu Fall. Beharrlich kämpft er um seine Existenz, muß aber feststellen, dass man vor deutschen Gerichten nicht so leicht zu seinem Recht kommt.

Eine Erzählung über die Auswirkungen einer verfehlten Politik auf das Land, über dörfliches Leben und über die Härten und Schönheiten der bäuerlichen Lebensform.

 
 

Gerhard Schepper: Freiwillig nach Amerika - Bericht über einen sozialen Friedensdienst in den USA
Edition Künstlerhaus Stuttgart, 1980
ISBN 3-922702-06-6

Bericht über einen sozialen Friedensdienst mit Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste in Springfield/Massachussetts in der Zeit von Oktober 1977 bis April 1978.

Der Bericht setzt sich aus Briefen zusammen, die in dieser Zeit an Freunde und Bekannte geschrieben wurden.

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Fachartikel, Berichte und Kommentare bis 2001